Steuerung/Programmierung/Vertonung per Laptop

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Steffen

Steuerung/Programmierung/Vertonung per Laptop

Beitrag von Steffen »

Hallo,

mit mobjects (Basic) besteht ja die Möglichkeit die Geräte (Kindermann-Pärchen) per Laptop zu steuern.

Mich beschäftigt hier jetzt die Frage wie es um die Vertonung steht. Laut Beschreibung erfolgt die Vertonung ja per Harddiskrecording. Sprich der Ton käme dann ebenfalls vom Laptop.
Ausserdem: wo und wie wird der Ton denn zusammengestelllt, gemischt usw? Ist das in MPC integriert oder muss der Ton komplett fertig sein (und mit einem anderen Programm vorher erstellt worden sein)?

Welche Anforderungen werden hier an den Laptop gestellt? Reicht eine "Standard"-Soundkarte mit je einem in und out aus?

Die Diaschauen müsste man dann doch auch auf CD brennen können (NICHT um sie von dort abzuspielen, sondern zwecks Archivierung), um die Festplatte nicht dauerhaft mit den großen Datenmengen zu füllen.

Dank und Gruß
Steffen
Jürgen L

Notebook + m.objects

Beitrag von Jürgen L »

Hallo Steffen,

ich steuere zwei Rollei Twins (330 P, 325 P) als Vierprojektorenanlage vom Notebook (IBM T21) mit m.objects V3.0 incl Ton und bin gegeistert.

Die Dias werden für die Leinwandsimmulation per Flachbettscanner eingescannt (ca. 2 MB maximal/Dia) aufs Leuchtpult geholt und so angeordnet, wie es meinen Vorstellungen entspricht. Nach Einrichten der Tonspuren (ich verwende wg. aufwändiger Geräuschkulissen bis zu 4 Stereospuren) genügt ein Klick in die Tonspur.

Mit dem Symbol + Obj. kann ich nun Objekte einfügen und da ich in der Tonspur bin, sind dies eben Töne in Form von *.wav-Dateien bespielsweise
Entweder kommen die mit anderen Programmen auf die Festplatte in das Verzeichnis mobjects_show\Name_der_Schau\Sound, z.B. mit den Standardprogrammen der Soundkarten, oder aber direkt aus m.objects.
Über die Schaltfläche "Aufnahme" kann ich per Menü wählen, ob ich eine Datei direkt von einer Musik-CD (Geräusche, GEMA-frei etc.) einlesen möchte - das geht mit ganzen Titeln oder auch nur mit Ausschnitten - oder aber per angeschlossenem Mikro oder externer Tonquelle am Line In Eingang des Notebooks (Mixer öffnen und entsprechende Eingänge aktivieren und ggf. einpegeln) analog speichere.

Ich verwende einen MD-Spieler (Sony MR-Z 700 S) zur Tonaufnahme - "outdoor" mit dem OKM 2, "im Studio" per Monomikro (Monacor).
Der direkte Anschluß von Mikros an die Soundkarte bringt weniger Qualität, zudem stören PC-Geräusche etc. Der Umweg über Minidisk und Analogaufnahme ist tolerabel.

Bei Klick in die Tonspur finde ich alle *.wav-Dateien im o.g. Soundverzeichnis und zieh diese per Drag & Drop auf die gewünschte Tonspur.

Zur Datensicherung brenne ich das komplette Projekt (Unterdateien Pic, Sound und die *.moa und *.mos-Datei regelmäßig auf CD.
Eine 10-Minuten-Schau (dogmatische Obergrenze beim AV-Zirkel Offenbach für das aktuelle Projekt) mit 125 eingescannten Dias und *.wav-Dateien (z.T. auf vier Tonspuren Stereo gleichzeitig) paßt bequem auf eine CD. Längere Projekte würden bei aufwändiger Vertonung und hoher Scanzahl nicht mehr passen. Dafür böte sich die Möglichkeit, den Sound abzumischen in eine einzige *.wav-Datei, die natürlich weniger Platz benötigt, als vier Spuren. Mit komprimierten Dateien habe ich keine Erfahrung, da meine HD-Resourcen ausreichen.
Meine aktuellen Schauen habe ich bislang nur über PC-Boxen gehört, am Wochenende ist Premiere vor eine mAV-Zirkel, da muß werde ich hören, wie es über einen normalen Verstärker klingt.

Ich denke - bis auf die Zahl der Tonspuren - müßte die Basic-Version ähnlich funktionieren. Und die Qualität der Soundkarte solltes Du einfach ausprobieren. Das Auslesen von CD läuft ohne Qualitätsverlust, das Digitalisieren vom Analogeingang (Line In, Mikro) schon. Hier geht probieren über studieren, allerdings unbedingt "vernünftige" Beschallungsanlage (Adapter: 3,5 mm Mikroklinke-Stecker - 2 Cich-Stecker) anschließen. Die Notebook-Quäcke-Boxen klingen eh immer schlecht.

Viel Spaß!

Jürgen
Steffen

Danke

Beitrag von Steffen »

Hallo Jürgen,

danke für deinen ausführlichen Beitrag. Habe mal nachgesehen, also der Schlepptop hat einen Audio Ausgang und einen "Mic"-Eingan. Der müsste doch auch als normaler Eingang verwendet werden können oder gibts da unterschiede zu einem Line In? (Tut mir leid, falls ich sehr dumme Fragen stelle, Ton+PC das liegt nicht in meinem "Erfahrungsbereich")



Ansonsten nochmals Danke und toi toi toi für die Premiere.

Grüße
Steffen
Jürgen L

"Audioschnittstellen" Notebook

Beitrag von Jürgen L »

Hallo Steffen,

die Eingänge (Mikro, Line In) von PCs, egal ob Schlepptop oder Tower haben unterschiedliche Empfindlichkeiten vulgo Spannungsbedarf.
Das steht sicher irgendwo in den technischen Beschreibungen.

Generell kann man sagen:
"Mikro" wirklich nur für Mikrofone verwenden.
"Line In" für alle anderen Tonquellen, wie Cassettenrecorder, externe CD-Spieler, Minidisk-Spieler, externe Mischpulte etc. pp.

Bekannte aus der AV-Szene, die "von Ton her kommen" (früher hieß das Tonbandamateure) empfahlen mir, nicht direkt auf die Festplatte aufzunehmen und schon gar nicht mit den PC-Mikros, den winzigen Plastikteilen für 10 €, die häufig den Soundkarten beiliegen und dem Kunden vorgaukeln, ein Mikrofon zu sein.

Edel, teuer und aufwändig wäre allerdings noch, die Aufnahme auf Minidisk und das digitale Einlesen der Musik. Dazu muß der MD-Player einen digitalen AUSgang und der PC einen digitalen (=optischen) Eingang besitzen (digitale Eingänge haben bessere transportable MD-Player schon; digitale Ausgänge nur wenige "Standgeräte".

Deshalb empfehle ich die Kombination:
Externe Aufnahme mit "vernünftigem" Mikro, optimal MD, suboptimal auf Cassette.
Abspielen des Datenträgers und Aufnahme über den Line In Eingang, wie eingangs im ersten Reply beschrieben.

Da Dein Notebook nur einen Mikro-Eingang besitzt, mußt Du zwangsläufig den benutzen. U.U. ist dann die Aufnahme zu leise.
M.objects bietet bereits bei der Aufnahme eine Verstärkung der Lautstärke an (Extra Schaltfläche im Fenster), oder aber Du verstärkst die Ton-Dateien vom Programm aus durch Anklicken. Dann poppt eine Art Lautstärkeregler auf.

Gruß

Jürgen
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